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Liebe Leser & Leserinnen, liebe Freunde & Freundinnen von XTRA!

DIE 3 G(AY)S…

„Die drei ???“ bzw. „Fragezeichen“ kennen wir ja alle noch als Detektiv-Reihe aus unserer Kindheit & Jugend; aber wer oder was sind nun „die drei G(ay)s“?! „Geschniegelt, gestriegelt, geschnäuzt und gekampelt“ (also „super hergerichtet zum Ausgehen“, so die Internet-Definition) kann jedenfalls nicht die Widmung sein, denn da sind es ja vier G(ay)s…

„Gay“ stammt übrigens aus der englischen Sprache und bedeutete im ursprünglichen Sinn „fröhlich & vergnügt“, was bis weit ins 20. Jahrhundert galt und gang & gäbe war; seit dem 17. Jahrhundert wurde „gay“ aber auch auf die Freuden der gesellschaftlichen Zerstreuungen bezogen und somit zunehmend mit einer als unmoralisch betrachteten Lebensführung gleichgestellt, woraus sich bereits Ende des 19. Jahrhunderts ein allgeschlechtlich umfassendes Synonym für „homosexuell“ und später für „schwul“ entwickelte…

Soweit eine kleine Abschweifung, denn wer hätte gedacht, dass der G-Punkt, über den vor 42 Jahren, 1979 also, uns lieber Freund Dieter Seefranz als damaliger Leiter des legendären „Club 2“ (nach einer äußerst informativen Demonstration von & durch Nina Hagen) gestolpert war, heutzutage wieder so präsent „in aller Munde“ sein würde…

Um es also auf den G-Punkt zu bringen: Die drei Gs (ob mit oder ohne „ay“ dazwischen“, das ist ja mittlerweile genderübergreifend völlig egal) stehen für „genesen, getestet oder geimpft“ und ermöglichen somit seit einiger Zeit recht einfach den Zutritt zu kulturellen Erlebnissen, Gastronomie, Community-Locations und Events…

All das natürlich in äußerst eingeschränktem Ausmaß: In Lokalen indoor allenfalls zu viert an einem Tisch, outdoor zu zehnt, mit mindestens zwei Metern Abstand von Tisch zu Tisch und kein Service an der Bar – und selbstredend mit Gäste-Registrierung, Zutrittsnachweis und FFP2-Maske bis zum „zugewiesenen“ Sitzplatz! Wie toll das Ganze vielerorts eingehalten wird, davon konnte man sich schon in diversen Locations seit 19. Mai ein (zum Teil erschütterndes) Bild verschaffen…

Wie auch immer: Am 28. Mai wurden nun seitens der Regierung weitere Öffnungsschritte für den Juni offenbart: Damit die vom Vorjahr auf 2021 verschobene EURO – also die Fußball-Europameisterschaft, die nunmehr am 11. Juni startet – im Schanigarten zur Gänze beliebäugelt werden kann, wird ab 10. Juni die allgemeine Sperrstunde von bislang 22:00 Uhr auf 24:00 Uhr erweitert, die Personenanzahl in Gastronomie, Kultur und Sport erhöht und die Abstandsregelung auf einen Meter reduziert; mit 1. Juli sollen dann – wenn alles gut geht – praktisch alle Einschränkungen fallen…

Das Ganze betrifft – nebst kulturellen, gastronomischen & sportlichen Einrichtungen – natürlich auch die Gay- bzw. „Vienna-Pride“ und dahingehend in erster Linie die 25. Wiener Regenbogenparade, die am 19. Juni über die Wiener Ringstraße ziehen möchte; Trucks, Motorräder & Mopeds oder PKWs wird es dabei nicht geben, Fußgänger & Per-Pedes-Gruppen, Rollstuhlfahrer, Tretroller, Fahrräder, Rikschas, Tandems etc. sind aber sehr wohl (unter den gegebenen CoVid-Bestimmungen) zugelassen & willkommen. Die Schluss-Kundgebung erfolgt ab 17:00 Uhr am Wiener Rathausplatz…

In diesem Sinne: See You am 19. Juni 2021 ab 13:00 Uhr beim Schottentor – oder irgendwann & irgendwo davor, dazwischen oder danach; und bis dahin: Proud to be (one of three) gay(s)…

Die Redaktion

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